Die lange Suche nach einem geeigneten Trägerfahrzeug:

Die Wahl des Basisfahrzeuges war nicht einfach.
Wir fuhren sieben Jahre lang einen MercedesBenz 207D mit zum Ende ~260tkm und 19 Jahren auf den Achsen. Wir waren die Dritten Besitzer. Die ersten Jahre lief der Benz als Lieferwagen für Eiskrem-Schöller. Ein super Auto!!! Ja, er war nicht der Schnellste, mit 72 PS und 2,8to und auch nicht der leiseste. Aber er lief immer und fuhr, dank des kurzen Radstandes, Hinterachsantrieb und den groben Reifen, auch die wildesten Strecken. Solide gebaut und in der Ersatzteilhaltung günstig. Außer einem Anlasser hab ich nichts reingesteckt. (Scheibenwischblätter, Motoröl, Diesel und Wasser noch). Nun wuchs ich, von einer Person auf jetzt Vier. Mehr Platz musste her. Am besten mit Allrad.
Die Unimog-, MAN2000-, Iveco - Klasse schied aus, weil einfach zu groß, zu teuer, zu viel Sprit, zu viel Maut und Fähre, zu aufwändig für unsere Zwecke.
Eine Nummer „kleiner“ bleiben noch, Allrad vorausgesetzt, Pickups und Kastenwägen übrig.
Bremach und Scam sind tolle Fahrzeuge, auf die ich immer mit einem neidischen und einem glücklichen Auge schiele. Mit den 255/100er Reifen, die super zu diesen Fahrzeugen passen, werden sie mir persönlich aber zu hoch, um eine Kabine, so wie wir sie wollten, darauf zu setzen.
Kastenwägen mit Allrad: Nun ja, so sehr wie ich die alte Transportergeneration von Mercedes liebe, so denke ich, wurden diese Fahrzeuge jedoch als Zweirad konstruiert. Bei Mercedes, egal ob Serien-Vierrad, Iglhaut oder Achleitner(?), Bei Iveco der Daily,….. mir war ein von den Grundzügen auf Allrad konstruiertes Fahrzeug lieber.
Blieben in unseren Augen noch die PickUp´s. Unsere Kabine würde mit den 260cm Länge und dem Alkoven um die 800Kg wiegen, eingeräumt. Die Japan-Pritschenwägen hatten zwischen 500kg und knapp 1000kg Zuladung. Da bleibt keine Luft mehr für Zuladung. Beim Defender 130CC wurden 1350kg angegeben. Das klang besser.
Ja es gibt noch die Ami´s :-(
Mit der Kabinenart und Größe waren wir uns bald schlüssig, was wir wollten, aber das Auto..... Unser Landy ist nun sieben Jahre und 127tkm alt. Er fährt auch mit Kabine um einiges agiler als der 207er. Auch technisch bin ich begeistert von ihm. Wir wollte ein Auto ohne viel Elektronik und in meinen Augen sinnlose Helferlein. darum haben wir einen "alten" TDI gewählt.
Es ist Ansichtssache, was schnell und teuer und praktisch ist..... Jeder muss abwägen für was er das Fahrzeug braucht. Fahr ich nur auf Campingplätze, brauch ich keinen Allrad. Will ich Quer durch die Sahara, ist eine Kabine wie unsere mit 3m Höhe, der falsche Aufbau für einen 130er. Wir wollten eben ein Urlaubs/Reisefahrzeug, mit dem ich auch über den Sandstrand und nasse Wiesen fahren kann. Keine Angst vor einer ausgewaschenen Piste und noch einigermaßen Platz hab. Nun haben wir einen DoKa, in der Kabine ein Alkoven Bett mit 1,95 x 2,07m und eine Sitzgruppe für Vier, die sich auch zum Bett umbauen lässt in dem nur der Tisch abgesenkt wird. Wir haben letztes Jahr in 67 darin verbrachten Tagen und Nächten festgestellt, dass es für uns im Moment das "Optimum" ist. ......der optimale, momentan verwirklichbare Kompromiss!!!

Ich wüßte auch jetzt noch nicht, was ich anders machen würde. Sicherlich, hier und da ein paar Kleinigkeiten, aber Fahrzeug und Kabine ..... Nein, das past.
Die Kabine GFK/PU/GFK hält hoffentlich 15Jahre. Danach, wenn wir wieder zu zweit sind, dann würde ich mir was Kleineres basteln, wirklich für die Sahara Durchquerung, Transamazonika, Panamerikana, Seidenstraße, GunBarrel Highway,..... , und ....... leb ich da noch??? .... gibt es da noch selbstfahrende Autos??? …darf man sich dann noch frei bewegen??? .... hab ich dann noch Geld (jetzt schon nicht mehr!!) ??? ....-............
Jetzt ist WOMABIL!
30.07.06 cMT